Keine Kekse für OPEL-Führungskräfte

In einem Interview mit dem neuen OPEL-Chef Michael Lohscheller, der den seit 2013 im Amt befindlichen Karl-Thomas Neumann ersetzt hat, spricht Lohscheller unter anderem über die Sparmaßnahmen bei OPEL. So spart Opel nicht nur an der Basis, sondern auch beim leitenden Management beträchtlich ein. Fünfundzwanzig Prozent der leitenden Stellen wurden gestrichen. Ähnlich straff reorganisierte sich auch der PSA Konzern, nachdem er eine ähnliche Nahtod-Erfahrung wie OPEL bereits 2012 erlebt hat.

Laut Lohscheller gestaltet sich die Arbeit mit Groupe PSA Chef Carlos Tavares als sehr angenehm und konstruktiv. So kommen nun Entscheidungen nicht aus Paris, sondern aus Rüsselsheim. Das war unter Führung von GM anders, hier wurde die Firma größtenteils aus den USA gelenkt. Durch kürzere Wege und Wettbewerb im eigenen Konzern wird OPEL wieder agil, flexibel und kann schnell auf Marktsituationen reagieren. Bei den großen Entscheidungen wird aber dann doch Tavares die Richtung vorgeben.

OPEL profitiert in puncto Technik vom PSA Konzern. So kann das Unternehmen sich nun aus dem Antriebsbaukasten der Groupe PSA bedienen und die komplette Fahrzeugflotte mit Elektroantrieben ausstatten. Ob OPEL nun zu einer reinen Elektromarke wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber, dass das Portfolio an Elektrofahrzeugen wachsen wird. Bis das Unternehmen jedoch wieder auf Erfolgskurs ist, gibt es für die OPEL-Entscheider bei Meetings vorerst keine Kekse – denn auch kleine Zeichen können große Signalwirkung haben.

Quelle:Die Welt – Ich bin abhängig vom Laufen, Wikipedia – Karl-Thomas Neumann,Wikipedia – Groupe PSA

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